VMWare ESXi 5.1/5.5/6.0 – Festplattenprovisionierung von Thick zu Thin ändern

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Keine Bewertung vorhanden)
Loading...

Mittlerweile haben sich so einige VMs auf meinem ESXi Server angesammelt, jedoch leidet die Performance sehr, wenn mal mehr wie 2 VMs parallel gestartet sind. Aus dem Grund bin ich auf eine SSD (512GB 850 Pro von Samsung) umgestiegen. Bzw. ich habe diese parallel zu den vorhandenen Festplatten eingebaut.

Verschieben kann man die VMs relativ einfach über den Dateibrowser im VSphere Client, Datenspeicher durchsuchen und dann rechtsklick auf den Ordner mit der VM und „Wechseln zu“ wählen. Schon verschiebt der Client die VM auf die SSD. Zu beachten ist, dass durch diesen Vorgang jede Thin-Provisionierte Festplatte zu Thick-Provisioning konvertiert wird. Das ist gerade bei einer SSD nicht so toll, da der Platz ja doch beschränkt ist.

vmware1

Wenn die VM verschoben ist, löscht die VM aus der Bestandsliste, aber nur das, nicht auch die Dateien löschen. Suchen Sie dann über den Dateibrowser Ihre verschobene VM und importieren Sie diese wie Rechtsklick auf die vmx Datei. Nun sollte die VM-Disk wieder ins Thin-Format konvertiert werden.

Hierzu ist ein Zugriff per SSH notwendig, diesen Dienst kann man unter Konfigurationen -> Sicherheitsprofil manuell starten. Anmelden kann man sich anschließénd via root & dem Passwort des ESXi Servers.

vmware2

Navigieren Sie nun zu Ihrer VM, im Regelfall etwas unter /vmfs/volumes/datastore1 o.ä.
Anschließend konvertieren Sie mit folgendem Befehl die VM-Disk:

vmkfstools -i "Windows 10 Preview.vmdk" -d thin "Windows 10 Preview-thin.vmdk"

Anschließend bearbeiten Sie im VSphere Client die VM, entfernen Sie die vorhandene Festplatte. Fügen Sie anschließend direkt wieder eine neue Festplatte hinzu, wählen aber als Option „Vorhandene Festplatte nutzen“. Suchen Sie nun im Dateibrowser Ihre neue Thin-Provisionierte VM-Disk. Diese sollten Sie neben dem Dateinamen auch an der Größe erkennen.

Das wars auch schon. Kontrollieren können Sie den Vorgang abschließend auch noch Mal an der Konsole. Erster Befehl zeigt die max. Größe, der zweite Befehl die tatsächliche Nutzung. Die Werte sollten sich unterscheiden.

ls -lh *.vmdk
du -h *.vmdk

Die alte große Festplatte können Sie nach einem Test via Dateibrowser einfach entfernen.

[Windows 7] XP Modus auch für die Home-Versionen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Keine Bewertung vorhanden)
Loading...

Den Besitzern von Windows 7 Home Premium hat Microsoft den „Windows XP Mode“ nicht spendiert.

Lediglich Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate Kunden kommen in den Genuss. Wie das dort funktioniert, können Sie hier nachlesen.

Um den Windows XP Mode in den HOME Versionen nutzen zu können benötigt man eine Windows XP Professional Lizenz.
Das bedeutet ohne vollwertige XP CD inkl. Key könnt Ihr diesen Tipp nicht ausführen.

Wichtig: Die Windows XP Home Edition lässt sich zwar auch installieren, aber die wichtigen Integrationsfeatures lassen sich damit nicht realisieren!

Zunächst braucht Ihr Windows Virtual PC. Das könnt Ihr hier herunterladen und installierten: KB958559 / Windows Virtual PC

Windows Virtual PC wird nun als Update nachinstalliert.
Nach dem Neustart befindet sich nun der passende Eintrag im Startmenü.

image001

Jetzt startet „Windows Virtuell PC“ und geht nun auf „Virtuellen Computer erstellen“ in der Menüleiste.

image003

Die Standardvorgaben sind vollkommen in Ordnung, klickt euch einfach durch.

Nun die Windows XP PRO Installation CD in das Laufwerk des Computers einlegen und den virtuellen Computer starten.

Es wird von der eingelegten CD gestartet und es startet das XP-Setup.
Die Installation von XP ganz normal durchlaufen lassen – nur an einer Stelle muss aufgepasst werden:
Beim Anlegen des Benutzer muss derselbe Name angelegt werden wie auf dem „echten“ System.

Wichtig: Sollte das echte System kein Kennwort besitzen muss hier dennoch eins angegeben werden! (Virtuelle System) Das Passwort muss später auch in der Virtuellen Maschine gesetzt werden.

Nach der Installation von Windows muss nun das System vollständig aktualisiert werden!
Es muss mindestens das Service Pack 3 installiert sein. Ebenfalls empfehlenswert sind danach alle Windows Updates zu installieren.

Wenn das erledigt ist, in Windows Virtual PC oben auf „Extras“ und dann auf „Integrationsfeatures installieren“.

Wenn diese Aktion abgeschlossen ist, werdet Ihr gefragt, ob Ihr die Updates für die Integrationsfeatures herunterladen möchtet.

Das müsst Ihr unbedingt bestätigen (sofern zeitgleich eine Aufforderung zum Neustart erscheint, ignoriert diese) – Ihr werdet dann auf die Downloadseite des Updates KB961742 weitergeleitet. Sollte das nicht klappen ruft Ihr einfach manuell diese Seite auf:
Update für Windows® XP SP3 zum Aktivieren von RemoteApp

Nach erfolgreichen Abschluss die virtuelle Maschine einmal neustarten, danach erneut oben auf „Extras“ und dann auf „Integrationsfeatures aktivieren“.

Beim Starten der virtuellen Maschine wird nun Benutzername und Kennwort verlangt.
Hier gebt Ihr die Daten ein, die Ihr im Setup festgelegt habt.

Ein Kennwort ist unbedingt erforderlich und muss, wenn noch nicht vorhanden, in der virtuellen Maschine, gesetzt werden.

image004

Danach muss lediglich in den Einstellung der Virtuellen Maschine das Integrationsfeatures wie gewünscht konfiguriert werden:

image006

Ab jetzt steht auch der Windows XP Mode wie bei den anderen Versionen zur Verfügung.