vncserver (tigervnc) unter Fedora 18 mit systemd einrichten

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Seit Fedora mit systemd ausgeliefert wird (ab Fedora 16) ist die Einrichtung des vncservers etwas anders anzugehen. Dieses HowTo soll euch die Einrichtung erleichtern. Vermutlich dürfte das auch für alle anderen Linux Distributionen gelten, welche systemd einsetzen.

Zuerst müssen wir das Paket installieren:

yum install tigervnc-server

Anschließend muss eine Datei kopiert werden, um einen passenden Start für den VNCServer zu konfigurieren:

cp /lib/systemd/system/vncserver@.service /etc/systemd/system/vncserver@:1.service

Möchte man mehrere Sitzungen starten, dann einfach weitere Kopien anlegen und die Zahl nach dem @: erhöhen.

Die nun kopierte Datei öffnen wir und editieren dann folgende Zeilen. Dort muss USER durch den Usernamen ersetzt werden, mit welchem die VNC Sitzung gestartet werden soll.

vi /etc/systemd/system/vncserver@:1.service
ExecStart=/sbin/runuser -l “USER” -c “/user/bin/vncserver %i”
ExecStop=/sbin/runuser -l “USER” -c “/user/bin/vncserver -kill %i”

Nun sollten wir den systemctl Dienst neuladen lassen, alternativ müsste man neustarten:

systemctl daemon-reload

Jetzt müssen wir das Passwort für den User vergeben, unter dem die Sitzung läuft. Folgendes Beispiel würde bedeuten, dass wir einen VNC Screen unter dem User Root oder dem User testuser laufen lassen wollen:

vncpasswd /root/.vnc/passwd
vncpasswd /home/testuser/.vnc/passwd

Das wars auch schon, jetzt können wir den Dienst starten:

systemctl enable vncserver@:1.service
systemctl start vncserver@:1.service

Aktuell gibt es unter Fedora 18 noch einen Bug, der das starten des vncservers via systemd verhindert. Den Link zum Bug finden sie hier.

UPDATE 09.02.2013:

Ohne systemd lässt sich der vncserver problemlos starten. Führen Sie dazu folgenden Befehl mit dem User, unter dem die VNC Sitzung gestartet werden soll, von der Konsole aus:

/usr/bin/vncserver :1 -geometry 1600x950

Beenden können Sie die Sitzung wie folgt:

/usr/bin/vncserver -kill :1

Ändern des Default-Runlevel mit systemd

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In den älteren Linux-Distributionen, in denen noch kein systemd eingesetzt wurde, konnte man über /etc/inittab den Default-Runlevel sehr einfach ändern. Ab z.B. Fedora 15 wird systemd eingesetzt, da ist dieser Wert in der inittab überflüssig.

So wechseln Sie in Runlevel 5:

systemctl enable graphical.target

So wechseln Sie in Runlevel 3:

systemctl enable multi-user.target