VMWare ESXi 6.0 auf inkompatibler HW installieren/updaten

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Wer die VMWare Szene etwas verfolgt wird festgestellt haben, dass VMWare gerade im ESXi Bereich immer weniger Hardware offiziell unterstützt und damit auch Treiber aus Ihren Paketen entfernt. Sehr ärgerlich, denn das ein oder andere Feature aus der 5.5 oder 6.0er sind schon ganz sinnvoll. Vorab die Info, der VSphere Client wird seit Version 5.1 nicht mehr weiterentwickelt und auch nicht mehr mit neuen Features ausgestattet. D.h. viele Features lassen sich so gar nicht nutzen, wie z.B. neuere HW Versionen der VMs.

Aber gut, zurück zum eigentlichen Thema. Mein VMWare Server besteht aus einem Core i7 und einem Gigabyte Mainboard. Für ESXi 5.1 noch alles super, ab 5.5 wird das Board nicht mehr unterstützt, primär aufgrund dem SATA Treiber. Nach langer Suche habe ich den ESXi-Customizer gefunden, der unter Windows 7/8/10 mit der PowerShell eine customized ISO erzeugt, in die u.a. auch eigene Treiber integriert werden können.

Parallel dazu gibt es auch die Option in ESXi via CLI-Update den Treiber nachzurüsten und dann das 5.5 oder 6.0er Update-Paket einzuspielen. Diese Variante habe ich jedoch nie getestet, da man erst nach dem Neustart merkt, ob es geht oder nicht. Die customized ISO zeigt direkt im Setup ob die Festplatten erkannt werden oder nicht.

Hier gibt es den Download.
Weiterhin das VMware PowerCLI Version 5.1 oder höher benötigt.

Anschließend können Sie hiermit eine ISO für ESXi 6.0 mit dem SATA-xahci- sowie dem Netzwerk-Treiber erzeugen. Öffnen Sie dazu die Windows-PowerShell und navigieren Sie zum ESXi-Customizer-PS Skript.

.\ESXi-Customizer-PS-v2.4.ps1 -v60 -vft -load sata-xahci,net55-r8168

Wenn das erledigt ist, ISO brennen und Upgrade von CD starten.
Weitere Varianten des Skripts sind auf der Hersteller-Webseite des ESXi-Customizers beschrieben.

VMWare ESXi 5.1/5.5/6.0 – Festplattenprovisionierung von Thick zu Thin ändern

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Mittlerweile haben sich so einige VMs auf meinem ESXi Server angesammelt, jedoch leidet die Performance sehr, wenn mal mehr wie 2 VMs parallel gestartet sind. Aus dem Grund bin ich auf eine SSD (512GB 850 Pro von Samsung) umgestiegen. Bzw. ich habe diese parallel zu den vorhandenen Festplatten eingebaut.

Verschieben kann man die VMs relativ einfach über den Dateibrowser im VSphere Client, Datenspeicher durchsuchen und dann rechtsklick auf den Ordner mit der VM und „Wechseln zu“ wählen. Schon verschiebt der Client die VM auf die SSD. Zu beachten ist, dass durch diesen Vorgang jede Thin-Provisionierte Festplatte zu Thick-Provisioning konvertiert wird. Das ist gerade bei einer SSD nicht so toll, da der Platz ja doch beschränkt ist.

vmware1

Wenn die VM verschoben ist, löscht die VM aus der Bestandsliste, aber nur das, nicht auch die Dateien löschen. Suchen Sie dann über den Dateibrowser Ihre verschobene VM und importieren Sie diese wie Rechtsklick auf die vmx Datei. Nun sollte die VM-Disk wieder ins Thin-Format konvertiert werden.

Hierzu ist ein Zugriff per SSH notwendig, diesen Dienst kann man unter Konfigurationen -> Sicherheitsprofil manuell starten. Anmelden kann man sich anschließénd via root & dem Passwort des ESXi Servers.

vmware2

Navigieren Sie nun zu Ihrer VM, im Regelfall etwas unter /vmfs/volumes/datastore1 o.ä.
Anschließend konvertieren Sie mit folgendem Befehl die VM-Disk:

vmkfstools -i "Windows 10 Preview.vmdk" -d thin "Windows 10 Preview-thin.vmdk"

Anschließend bearbeiten Sie im VSphere Client die VM, entfernen Sie die vorhandene Festplatte. Fügen Sie anschließend direkt wieder eine neue Festplatte hinzu, wählen aber als Option „Vorhandene Festplatte nutzen“. Suchen Sie nun im Dateibrowser Ihre neue Thin-Provisionierte VM-Disk. Diese sollten Sie neben dem Dateinamen auch an der Größe erkennen.

Das wars auch schon. Kontrollieren können Sie den Vorgang abschließend auch noch Mal an der Konsole. Erster Befehl zeigt die max. Größe, der zweite Befehl die tatsächliche Nutzung. Die Werte sollten sich unterscheiden.

ls -lh *.vmdk
du -h *.vmdk

Die alte große Festplatte können Sie nach einem Test via Dateibrowser einfach entfernen.

VMWare ESXi 5.0/5.1/5.5/6.0 manuell patchen

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Seit ESXi 5.x steht das Host Update Utility leider nicht mehr zur Verfügung. Unter ESXi 4.x war dies noch Bestandteil des vSphere Client. Es gibt aber einen relativ einfachen manuellen Weg.

Zuerst müssen Sie sich auf der VMWare Webseite das aktuellste Update besorgen. Es müssen alle Updates der Reihenfolge nach installiert werden, wir hatten sonst schon Probleme beim reboot.

Nun liegen die Dateiem im Format wie „ESXi510-201303001.zip“ vor. Diese Dateien laden Sie nun mit dem Dateibrowser über den vSphere Client auf Ihren datastore1. Dazu klicken Sie, wenn Sie das Tool gestartet haben links oben auf den Servernamen, damit Sie die Übersichtsseite sehen, anschließend per Rechtsklick auf datastore1 -> Datenspeicher durchsuchen.

vmware1

Erstellen Sie nun einen neuen Ordner „esxi“ und laden Sie Ihre ZIP Dateien hoch. Ist das abgeschlossen, müssen Sie den SSH Zugang aktivieren. Dazu klicken Sie in der Übersicht auf den Reiter Konfiguration und dann in dem 2. Block auf der linken Seite auf „Sicherheitsprofil“. Wählen Sie nun rechts oben den Link „Eigenschaften“ an. Es sollte folgendes Fenster nun geöffnet sein:

vmware2

Wählen Sie den Eintrag SSH und klicken Sie nun rechts unten auf Optionen. Im darauf folgenden Fenster klicken Sie den Button „Starten“ an. Anschließend können Sie die beiden noch offenen Fenster mit OK beenden. SSH ist nun gestartet.

Verbinden Sie sich nun via putty (oder alternativem SSH Client) zu dem ESXi Server: root@esxi (wobei esxi durch Ihren Hostname/IP des Servers zu ersetzen ist). An der Konsole starten Sie nun folgenden Befehl für jede ZIP Datei, angefangen mit dem ältesten Datum:

esxcli software vib update --depot /vmfs/volumes/<dataStoreName>/<folderName>/zipfile.zip

Sofern sie nach der Anleitung vorgegangen sind, lautet der Befehl ersetzt mit den richtigen Werten wie folgt:

esxcli software vib update --depot /vmfs/volumes/datastore1/esxi/ESXi510-201303001.zip

Das Update wird einen kurzen Moment dauern, anschließend wird Ihnen die Erfolgsmeldung angezeigt. Im Regelfall muss nach jedem Update ein Neustart erfolgen. Wichtig: SSH ist nach dem Neustart wieder deaktiviert, diesen Dienst müssen Sie erneut starten.

In einigen Update-Paketen sind auch neue VMWare-Tools vorhanden, diese müssen sie anschließend in den VMs aktualisieren.

UPDATE Dez 2016:

Während dem Update von ESXi 6.0U1 auf 6.0U2 erscheint bei oben genanntem Vorgehen folgende Fehlermeldung:

[DependencyError]
VIB VMware_bootbank_esx-base_6.0.0-2.34.xxxxx requires vsan << 6.0.0-2.35, but the requirement cannot be satisfied within the ImageProfile.
VIB VMware_bootbank_esx-base_6.0.0-2.34.xxxxxx requires vsan >= 6.0.0-2.34, but the requirement cannot be satisfied within the ImageProfile.
Please refer to the log file for more details.

Hierfür gibt es von VMWare einen Eintrag in der KnowledgeBase ->

Hier kurz zusammengefasst. Führen Sie im ersten Schritt folgenden Befehl aus um das ImageProfil auszulesen:

esxcli software sources profile list -d <location_of_the_esxi_zip_bundle_on_the_datastore>

Anschließend führen Sie diesen Befehl aus:

esxcli software profile update -p < profile name> -d <location of ZIP file>

Mit echten Werten könnte das so aussehen:

[root@localhost:~] esxcli software profile update -p < profile name> -d /vmfs/volumes/datastore1/update-from-esxi6.0-6.0_update02.zip