VMware ESXi: Lokale Festplatte als Raw Device Mapping (RDM) einbinden

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In der kostenlosen bzw. Free Variante von VMWare ESXi Hypervisor ist es mit dem VSphereClient als auch der WebUI nicht möglich, eine lokale Festplatte direkt in eine VM zu mounten.

Jedoch Mithilfe des CLI Tools vmkfstools vom VMWare lässt sich dies manuell erledigen. Das Tool erzeugt eine Art symbolischen Link zu der Festplatte und erzeugt eine vmdk Datei, welche dann einfach einer VM als neue Festplatte zugeordnet werden kann.

Verbinden Sie sich via SSH zu Ihrem ESXi Host

Lassen Sie sich alle verfügbaren Festplatten anzeigen mit dem Befehl: ls -l /vmfs/devices/disks. Ihre Festplatte ist dort nun mehrfach gelistet, im Regelfall beginnt der Name der Festplatte mit t10.* oder vml.*. Der korrekte Name ist der Eintrag, der mit dem genannten Prefix beginnt ohne z.B. „:1“ endet, somit wäre das hier der korrekte Name: t10.ATA_____WDC_WD40EFRX2873DSFHR_________________________WD2DWCC46DFS7GSA.

Nun ist entscheidend in welchem Modus Sie die Festplatte einbinden möchten, mehr Details verrät der KB2009226 Eintrag bei vmware. Ich habe mich für den physikalischen Modus entschieden, da dieser keine Daten zwischenspeichert sondern direkt auf die Festplatte schreibt.

virtual compatibility RDM:
vmkfstools -r /vmfs/devices/disks/$diskname$ /vmfs/volumes/$datastore$/$folder$/$disk$.vmdk
 
physical compatibility RDM:
vmkfstools -z /vmfs/devices/disks/$diskname$ /vmfs/volumes/$datastore$/$folder$/$disk$.vmdk

Mit echten Daten sieht das dann so aus:

vmkfstools -z /vmfs/devices/disks/t10.ATA_____WDC_WD40EFRX2873DSFHR_________________________WD2DWCC46DFS7GSA /vmfs/volumes/datastore1/internal_disks/wd40.vmdk

Rechtsklick auf eine VM -> Einstellungen bearbeiten -> Hinzufügen -> Festplatte -> Vorhandene Festplatte verwenden -> Suchen Sie Ihren Ordner mit der vmdk Datei, wählen danach noch den Disk-Controller und Bestätigen das Hinzufügen.
Das ganze sieht dann so aus:

Entfernen kann man die Festplatte am einfachsten über den Datastore-Browser.

Twonky Media Server auf der Synology DiskStation (DS916+)

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Der in die Synology integrierte DLNA Media Server hat mich nicht zufriedengestellt, zumal ich schon lange Nutzer von TwonkyMedia Server bin.

Um TwonkyMediaServer auf der Synology Diskstation installieren zu können, müssen Sie zuerst herausfinden, welche CPU in Ihrem NAS steckt, dies können Sie via folgendem Befehl tun.
(Ich setze vorraus, dass Sie bereits mit dem admin-Konto per SSH verbunden sind)

cat /proc/cpuinfo

Im Falle der DS914+ ist es eine Intel CPU, wir setzen daher also die 64Bit Linux Variante von TwonkyMediaServer ein. Im Falle einer Marvell CPU ist es die ARM Version von TwonkyMediaServer.
Downloaden Sie hier im (aktuellen) Verzeichnis 8.3 -> Linux x86-64 glibc 2.9

Ab jetzt wirds etwas kniffelig, wir brauchen 2 Ordner, den Programm-Ordner und einen AppData Ordner. Letzter liegt normal unter /var/twonky, das /var Verzeichnis ist aber auf der Synology Diskstation im Volumen begrenzt, dafür haben wir eine andere Lösung.

Als Programm-Ordner wählen wir /opt/twonky, als AppData Ordner legen Sie einen Ordner unter /volume1/@twonky an und legen eine symbolische Verknüpfung aus /var/twonky dort hin.

Hinweis: Da bei einem DSM Update der /opt Ordner wieder gelöscht wird, legen wir im OPT Ordner nur einen symbolischen Link an, und legen die Binary Files auch auf volume1.
So sind nach einem Update lediglich der OPT Ordner und ggf. die symbolischen Verknüpfungen in /var & /var.defaults erneut zu überprüfen.

# Zu root wechseln
sudo su -
 
# Programm-Ordner
mkdir /opt
mkdir /volume1/@twonky
mkdir /volume1/@twonky/twonky
ln -s /volume1/@twonky/twonky /opt/twonky
 
# AppData-Ordner
ln -s /volume1/@twonky/ /var/twonky
ln -s /volume1/@twonky/ /var.defaults/twonky

Entpacken Sie nun das heruntergeladene ZIP Archiv in den Ordner /opt/twonky und passen Sie in der twonky.sh Datei die Variable WORKDIR1 auf /opt/twonky an.

cd /opt/twonky
7z x twonky-x86-64-glibc-2.9-8.3.zip

Starten Sie nun den TwonkyMediaServer kurz und beenden Sie Ihn daraufhin direkt wieder, damit wird unter /var/twonky die Datenbank initial angelegt.

/opt/twonky/twonky.sh start
/opt/twonky/twonky.sh stop

Zur Sicherheit noch folgendes hinterher:

killall twonkystarter
killall twonkyserver

Passen Sie nun noch folgende Parameter initial in der /volume1/@twonky/twonkyserver-default.ini an:

contentbase=/volume1/
ignoredir= Ans Ende setzen: ,@eaDir

Das wars, jetzt kann der Server erneut gestartet werden und über den Browser konfiguriert werden

/opt/twonky/twonky.sh start

Aufrufbar ist er unter http://IP-der-NAS:9000
Das Logfile ist hier zu finden: /tmp/twonkyserver-log.txt bzw. hier aufrufbar: http://IP-der-NAS:9000/rpc/log_getfile

Nun benötigen wir noch das Startscript, welches TwonkyMedia bei jedem Start der NAS automatisch startet, hierzu ist es notwendig Root Rechte zu erlangen, dazu wechseln Sie ins root Konto:

sudo su -
cd /usr/local/etc/rc.d

Legen Sie dort nun folgende Datei via „vim S99twonky.sh“ an:

# Twonky DLNA Server
cd /opt/twonky && [ -x /opt/twonky/twonky.sh ] && /opt/twonky/twonky.sh start > /tmp/twonkystart.log 2>&1
chmod a+x /usr/local/etc/rc.d/S99twonky.sh

Speichern Sie und ab sofort startet TwonkyMediaServer automatisch beim Boot Ihrer NAS.

VMWare ESXi 6.0 auf inkompatibler HW installieren/updaten

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Wer die VMWare Szene etwas verfolgt wird festgestellt haben, dass VMWare gerade im ESXi Bereich immer weniger Hardware offiziell unterstützt und damit auch Treiber aus Ihren Paketen entfernt. Sehr ärgerlich, denn das ein oder andere Feature aus der 5.5 oder 6.0er sind schon ganz sinnvoll. Vorab die Info, der VSphere Client wird seit Version 5.1 nicht mehr weiterentwickelt und auch nicht mehr mit neuen Features ausgestattet. D.h. viele Features lassen sich so gar nicht nutzen, wie z.B. neuere HW Versionen der VMs.

Aber gut, zurück zum eigentlichen Thema. Mein VMWare Server besteht aus einem Core i7 und einem Gigabyte Mainboard. Für ESXi 5.1 noch alles super, ab 5.5 wird das Board nicht mehr unterstützt, primär aufgrund dem SATA Treiber. Nach langer Suche habe ich den ESXi-Customizer gefunden, der unter Windows 7/8/10 mit der PowerShell eine customized ISO erzeugt, in die u.a. auch eigene Treiber integriert werden können.

Parallel dazu gibt es auch die Option in ESXi via CLI-Update den Treiber nachzurüsten und dann das 5.5 oder 6.0er Update-Paket einzuspielen. Diese Variante habe ich jedoch nie getestet, da man erst nach dem Neustart merkt, ob es geht oder nicht. Die customized ISO zeigt direkt im Setup ob die Festplatten erkannt werden oder nicht.

Hier gibt es den Download.
Weiterhin das VMware PowerCLI Version 5.1 oder höher benötigt.

Anschließend können Sie hiermit eine ISO für ESXi 6.0 mit dem SATA-xahci- sowie dem Netzwerk-Treiber erzeugen. Öffnen Sie dazu die Windows-PowerShell und navigieren Sie zum ESXi-Customizer-PS Skript.

.\ESXi-Customizer-PS-v2.4.ps1 -v60 -vft -load sata-xahci,net55-r8168

Wenn das erledigt ist, ISO brennen und Upgrade von CD starten.
Weitere Varianten des Skripts sind auf der Hersteller-Webseite des ESXi-Customizers beschrieben.

VMWare ESXi 5.1/5.5/6.0 – Festplattenprovisionierung von Thick zu Thin ändern

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Mittlerweile haben sich so einige VMs auf meinem ESXi Server angesammelt, jedoch leidet die Performance sehr, wenn mal mehr wie 2 VMs parallel gestartet sind. Aus dem Grund bin ich auf eine SSD (512GB 850 Pro von Samsung) umgestiegen. Bzw. ich habe diese parallel zu den vorhandenen Festplatten eingebaut.

Verschieben kann man die VMs relativ einfach über den Dateibrowser im VSphere Client, Datenspeicher durchsuchen und dann rechtsklick auf den Ordner mit der VM und „Wechseln zu“ wählen. Schon verschiebt der Client die VM auf die SSD. Zu beachten ist, dass durch diesen Vorgang jede Thin-Provisionierte Festplatte zu Thick-Provisioning konvertiert wird. Das ist gerade bei einer SSD nicht so toll, da der Platz ja doch beschränkt ist.

vmware1

Wenn die VM verschoben ist, löscht die VM aus der Bestandsliste, aber nur das, nicht auch die Dateien löschen. Suchen Sie dann über den Dateibrowser Ihre verschobene VM und importieren Sie diese wie Rechtsklick auf die vmx Datei. Nun sollte die VM-Disk wieder ins Thin-Format konvertiert werden.

Hierzu ist ein Zugriff per SSH notwendig, diesen Dienst kann man unter Konfigurationen -> Sicherheitsprofil manuell starten. Anmelden kann man sich anschließénd via root & dem Passwort des ESXi Servers.

vmware2

Navigieren Sie nun zu Ihrer VM, im Regelfall etwas unter /vmfs/volumes/datastore1 o.ä.
Anschließend konvertieren Sie mit folgendem Befehl die VM-Disk:

vmkfstools -i "Windows 10 Preview.vmdk" -d thin "Windows 10 Preview-thin.vmdk"

Anschließend bearbeiten Sie im VSphere Client die VM, entfernen Sie die vorhandene Festplatte. Fügen Sie anschließend direkt wieder eine neue Festplatte hinzu, wählen aber als Option „Vorhandene Festplatte nutzen“. Suchen Sie nun im Dateibrowser Ihre neue Thin-Provisionierte VM-Disk. Diese sollten Sie neben dem Dateinamen auch an der Größe erkennen.

Das wars auch schon. Kontrollieren können Sie den Vorgang abschließend auch noch Mal an der Konsole. Erster Befehl zeigt die max. Größe, der zweite Befehl die tatsächliche Nutzung. Die Werte sollten sich unterscheiden.

ls -lh *.vmdk
du -h *.vmdk

Die alte große Festplatte können Sie nach einem Test via Dateibrowser einfach entfernen.