Upgrade von Fedora 18 nach Fedora 19 via YUM

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Offiziell wird der Update-Weg via YUM nicht unterstützt, über folgenden Weg ist es aber problemlos machbar.

Lösen Sie evtl. auftrendene Paketkonflikte auf. Prüfen können Sie das mit den folgenden 2 Befehlen. Sollte es hier Pakete geben, die angezeigt werden, kann man diese entweder deinstallieren (via yum remove) oder prüfen, ob es ggf. ein altes Paket ist, welches z.B. noch aus Fedora 17 stammt und in Fedora 18 eine Versionsnummer kleiner vorhanden ist. Dann dürfte ein yum reinstall paketname helfen.

package-cleanup --problems
package-cleanup --orphans

Nun muss der Fedora 19 GPG Key importiert werden:

rpm --import https://fedoraproject.org/static/FB4B18E6.txt

Nun können wir auch schon mit dem Upgrade beginnen:

yum reinstall fedora-release
yum clean all
yum update yum
yum --releasever=19 distro-sync

Fedora sucht nun alle Pakete für das Upgrade, mit y bestätigen und schon läuft das Upgrade.

SSD Festplatte unter Linux / Fedora 19

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SSD werden von Woche zu Woche günstiger und sind nun auch in „normalen“ größen für einen relativ günstigen Preis zu bekommen. Ich habe aufgrund eines Hardwaredefektes die Boot-Festplatte meines Servers ersetzen müssen. Dabei habe ich auf die Samsung 840 Pro Series mit 128GB entschieden.

Die Festplatte zeichnete sich in diversen Tests mit sehr guten Leistungen aus, ist aber nicht extrem teuer. Sicherlich gibt es günstigere Platten, aber es sollte eine ordentliche Qualität sein.

Im Netz gibt es viele Informationen, wie man optimal eine SSD unter Linux betreibt. Ich habe Fedora frisch installiert. Wichtig, im BIOS sollte für den SATA Port der Modus auf AHCI gestellt werden. Im folgenden will ich auf einzelne Themen kurz eingehen:

Trim & fstab

Die SSD muss das Trim Kommando können, dies lässt sich mit hdparm wie folgt identifizieren. Ist hdparm nicht installiert, dies via „yum install hdparm“ nachholen.

hdparm -I /dev/sda | grep -i trim

Das Ergebnis sollte so aussehen:

           *    Data Set Management TRIM supported (limit 8 blocks)
           *    Deterministic read ZEROs after TRIM

Trim unter Linux funktioniert nur mit dem ext4 FileSystem. Hier gibt es nun die Option dies manuell oder automatisch zu tun. Aber wofür ist Trim überhaupt? Beim löschen von Dateien wird der Bereich, in dem die Datei vorher lag nur als „gelöscht“ markiert, der Inhalt ist aber nach wie vor da. Trim räumt den Bereich endgültig auf.

Die automatische Option aktiviert man, in dem man in der /etc/fstab Datei hinter seine SSD Partition folgende Parameter anhängt:

/dev/mapper/fedora-root /   ext4  defaults,remount-ro,discard  1 1

Jedoch verliert man hierbei einen Performance-Vorteil, da bei jedem löschen ein trim ausgeführt wird. Ich habe mich daher für die manuelle Variante entschieden und in der fstab nichts geändert.

Für den manuellen Weg habe ich eine Datei in /etc/cron.daily erzeugt die folgenden Inhalt trägt:

#!/bin/sh
LOG=/var/log/batch_discard.log
echo "*** $(date -R) ***" >> $LOG
fstrim -v / >> $LOG
fstrim -v /www >> $LOG

Für jede einzelne Partition auf einer SSD Festplatte muss die letzte Zeile einfach kopiert werden. Dadurch wird jeden Tag per Cron getrimt. Finden sehr viele Dateioperationen statt, kann das auch mehrfach über die crontab gestartet werden. Das Logfile sieht dann in etwa so aus:

*** Fri, 13 Sep 2013 03:09:03 +0200 ***
/: 3,7 GiB (3930451968 bytes) trimmed
/www: 544,1 MiB (570535936 bytes) trimmed

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, den Zugriff zu optimieren, dazu könnte man diese beiden Optionen in der fstab noch setzen:

noatime,nodiratime

Damit wird das Speichern der letzten Zugriffzeit für Dateien & Ordner deaktiviert. Da ich auf diese Informationen aber nicht verzichten will, habe ich diese Werte nicht gesetzt.

Swapping

Generell kann auch der SWAP Bereich auf einer SSD liegen, je nachdem wie klein der Arbeitsspeicher ist und wie oft geswapped wird, empfiehlt es sich aber, ggf. über mehr Arbeitsspeicher nachzudenken und das swappen ganz zu deaktivieren.

Dazu tragen Sie unter Fedora in die Datei /etc/sysctl.conf eine neue Zeile mit folgendem Inhalt ein:

vm.swappiness=0