Fedora 17 für das Fedora 18 Upgrade via yum vorbereiten

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Da Fedora 18 nun erschienen ist, planen auch wir einen Upgrade der Serversysteme auf Fedora 18. Dies Bedarf einiger Vorbereitung. Nachdem für das Upgrade auf Fedora 16 & 17 mit preupgrade gemacht werden sollte, wird für Fedora 18 wieder yum empfohlen. Vermutlich aufgrund des neuen anaconda installers.

Fangen wir an. Via yum sollten die yum-utils installiert sein.

yum install yum-utils

Gleichzeitig sollte das System auch auf den aktuellsten Stand gebracht werden:

yum update

Anschließend können wir nun mit dem Tool package-cleanup auf offene Probleme suchen als auch Abhängigkeiten überprüfen.

package-cleanup --problems

Ergibt idealerweise: No Problems Found. Sollten hier Probleme gefunden werden, empfiehlt es sich, die genannten Pakete neuzuinstallieren. Das lässt sich am einfachsten via „yum reinstall package1 package2“ erledigen. Sollten die Probleme nicht gelöst werden, deinstalliert die Pakete.

Nun kommen wir zur Prüfung der Abhängigkeiten:

package-cleanup --orphans

Hier werden nun alle Pakete genannt, die im Repository nicht mehr gibt bzw. dort keine Referenz mehr besitzen. Im Regelfall tauchen hier alle manuell installieren RPMs als auch die veralteten Kernel Pakete auf. Alle Kernel Pakete außer dem aktuellen können via:

yum remove kernel-PAE-3.6.10-2.fc17.i686

entfernt werden. Alle restlichen Pakete die hier nun gelistet werden, sollten wenn möglich entfernt werden, bevor das Upgrade durchgeführt wird.

Bevor nun das Upgrade gestartet wird, sollte der lokale yum cache geleert werden:

yum clean all

Es gibt via yum 2 Möglichkeiten, einen neuen Weg & einen alten Weg. Bis Fedora 17 habe ich immer den alten Weg benutzt und mit dem Upgrade auf Fedora 18 nun den neuen Weg getestet:
Zuerst installieren wir den Fedora 18 GPG Key:

rpm --import https://fedoraproject.org/static/DE7F38BD.txt

Wird SELinux genutzt, muss der Mode in Permissive gesetzt werden:

setenforce Permissive

Sofern rpmfusion Repositorys benutzt werden, muss noch folgender Schritt getan werden:

yum remove rpmfusion-free-release rpmfusion-nonfree-release
yum localinstall --nogpgcheck http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-17.noarch.rpm http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-17.noarch.rpm

Nun updaten wir alle Pakete. Ein Tipp von mir, diese Aktion sollte man in einem screen starten, falls durch das Update des openssh Pakets die Verbindung gekappt wird. Via

screen -S upgrade

kann man einen eigenen Screen starten. Mit STRG+A+D detached man den Screen, loggt sich also aus dem Screen aus, im Hintergrund läuft dieser weiter. Mit screen -r upgrade wird die Verbindung zum Screen wieder aufgenommen.

yum update yum
yum clean all
yum --releasever=18 --disableplugin=presto distro-sync

Anschließend müssen wir ein Rebuild der RPM Datenbank durchführen:

rpm --rebuilddb

Andernfalls wird rpm -qa nicht mehr funktionieren. Lesen Sie nun ab „Nach dem Upgrade“ weiter.

Der alte Weg schaut wie folgt aus:
Nun benötigen wir noch die neuen fedora-release Pakete, die wir hier herunterladen können. Download getrennt nach i386 & x64. Dort downloaden wir:

fedora-release-18-1.noarch.rpm
fedora-release-notes-18.0.0-3.fc18.noarch.rpm
fedora-release-rawhide-18-1.noarch.rpm

Diese Pakete müssen dann via folgendem Befehl installiert werden:

rpm -Uvh fedora-release-18-1.noarch.rpm fedora-release-notes-18.0.0-3.fc18.noarch.rpm fedora-release-rawhide-18-1.noarch.rpm

Ist das erledigt, folgt nun das eigentliche Upgrade:

yum upgrade

Nach dem Upgrade:

Nach dem das Upgrade abgeschlossen ist, sollte im Bootloader noch schnell kontrolliert werden, ob der neue Kernel als Standardkernel eingetragen ist. Da ich bei dem ein oder anderen System Probleme mit dem Bootloader hatte, bietet sich an die grub-config neu bauen zu lassen.

grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg

Danach kann man das System rebooten und Fedora 18 sollte starten.

Anschließend sollten nun die alten Kernel Versionen noch entfernt werden. Identifizieren können wir diese via

rpm -qa | grep kernel

Diese dann wie weiter oben bereits erwähnt via „yum remove kernel-PAE-3.6.10-2.fc17.i686“ entfernen. (Alle FC17 Kernel).

Hinweis: Die neue Variante konnte auf einem Fedora 17 Testsystem erfolgreich getestet werden.

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